Android Tastatur und iPhone Tastatur Vergleich

by Lukas Klinzing 21. August 2009 14:55

Je mehr sich Smartphones mit dem Android OS dem Niveu vom iPhone nähern, desto mehr vergleichen Medien diese zwei Riesen. Keyboards, die für den Benutzer eines der wichtigsten Elemente sind, müssen hier auch getestet werden und mit besseren verglichen werden, um auch immer besser werden zu können. Das iPhone Keyboard, was mit einer QWERTY Tastatur ausgestattet ist, ist wohl das am weitesten entwickelte Touch-Keyboard. Aber hauptsächlich macht es nicht nur die Software der Tastatur aus, sondern die Abstimmung zwischen Hard- und Software. Android Tastaturen sind um einiges besser als einige seiner Konkurrenten, aber dem iPhone kann es noch nicht das Wasser reichen. 

Lukas Mathis von ignorethecode.net hat einen detailierten Tastatur-Vergleich zwischen dem iPhone und einem Android basierten Smartphone HTC Magic durchgeführt. Generell kann man ihm zustimmen, dass das iPhone in der Komposition zwischen Soft- und Hardware und der Funktionalität und Reaktion besser da steht, als Android basierte Phones.

Der Vergleich durchgeht einige essentielle Punkte, die für Tastatur-Vergleiche bei Touch-Screens durchaus wichtig sind.

  • Größe (Pixel und physikalische Größe)
  • Fokus
  • Geschwindigkeit
  • Auto-Korrektur
  • Dynamische Tastengrößenveränderung
  • Sprachen
  • Breitsicht Tastatur
  • Multitouch
1. Grösse

Beachtet man das Pixel-Verhältnis beider Phones, so sind beide Tastaturen relativ gleich groß und die Buchtstaben sind meistens an gleicher Stelle. Androids Tastatur ergänzt zudem noch die Tasten "Komma" und "Punkt", die beim iPhone über die alternative Tastenkomination zu erreichen ist.
In realer Größe, ist das iPhone mit seinem Screen größer als das HTC, sodass ein großer Vorteil ensteht. Dieser Nachteil kann aber nicht dem Android OS zugesprochen werden. Trotzdem, dem Test von Lukas Mathis zufolge, ist das Treffen der richtigen Tasten beim HTC weitaus schwieriger und fehleranfälliger, während das iPhone tadellos funktioniert.

2. Fokus

Hierbei geht es um den Unterschied zwischen physikalischer und virtueller Tastatur. Während man bei einer physikalischen Tastatur eigentlich nur, wenn man geübt ist, auf den geschrieben Text achtet und sich sicher ist, dass die Taste richtig gedrückt werden, da man sie fühlt, muss man bei einer virtuellen Tastatur oft die Tastatur und nicht den geschriebenen Text beobachten. Tasten werden mit dem Finger überdeckt und man weiß nicht wirklich, welche Taste nun erkannt wird. Hierbei soll die Anzeige des gerade getippten Buchstaben nochmal über dem Finger angezeigt werden, um so dem Schreiber Sicherheit und Schnelligkeit zu versichern. Probleme im Vergleich zeigen sich bei Androids Software, die diese Hilfsbuchstaben sehr spät anzeigt. Beim schnellen schreiben erscheinen die Buchstaben dann gar nicht mehr. Man muss also auf sich vertrauen und erst nach paar geschriebenen Wörtern erkennen, wie viele Fehler doch wieder entstanden sind. Leicht frustrierend... Wieder klarer Punkt an iPhone, der die Hilfsbuchstaben perfekt in Geschwindigkeit anzeigt.

3. Geschwindigkeit

Obwohl das iPhone nicht wirklich das schnellste war, ist das iPhone 3GS an einem Punkt angekommen, bei dem man mit höchster fähigen Geschwindigkeit den Text schreiben könnte und das iPhone würde es nicht einmal versäumen, den Hilfsbuchstaben anzuzeigen. Auch der Text ist ohne Verzögerung sichtbar. Das kann man sicher nicht vom HTC behaupten, oft sogar, habe ich selbst erlebt, wenn einige mehrere Apps im Hintergrund laufen, tippt man mehrere Buchstaben hinter einander und der erkannte Text präsentiert sich erst viel später, was dazu führt, dass falsch eingetippte Buchstaben erst sehr spät erkannt werden. Weil das HTC Magic Auto-Korrektur hat, führt diese Funktion manchmal zu Problemen, denn bei schnellem Tippen, kann es sein, dass auch bei korrekt geschriebenen Wörtern, die Auto-Korrektur Funktion das Wort umschreibt, und man merkt es erst dann, wenn man schon zwei oder drei Wörter im Vorraus ist.

4. Auto-Korrektur

Jetzt mal ein Punkt an Android, welches dem Benutzer während dem Schreiben mehrere Wörter zur Verfügung stellt. iPhone rät dem Benutzer jeweils nur ein mögliches Wort. Dennoch muss ich gestehen, dass die Benutzung dieses Features ich nicht nutze, da es geschwindigkeits- und orientierungstechnisch nicht vorteilhaft ist.

5. Dynamische Veränderung der Tastengröße

Vielen gar nicht aufgefallen, hat das iPhone eine innovative Wahrscheinlichkeitsfunktion, die ständig die Tasten der Tastatur verändert. Obwohl man es nicht sieht, vergrößert das iPhone einige Tasten die wahrscheinlich gedrückt würden. Diese Funktion scheint beim Android OS gar nicht eingebaut. Lukas Mathis betonte, dass erst wenn man ein Phone ohne diese Funktionalität testet, merkt man den Vorteil der iPhone-Tastatur.

6. Sprachen Unterstützung

Beide Smartphones sind multilingual. Das iPhone ist leicht im Vorteil mit seiner on-the-fly Umstellung der Sprachen, währen das Android keine solche Funktionalität besitzt. Bei der Android Tastatur, egal ob diese oder jene Sprache, kann man Umlaute durch langes Drücken auf den jeweiligen Buchstaben erscheinen lassen.

7. Breitbild Tastatur

Android Phones und das iPhone haben beide die Breitbildtastatur, die das Schreiben enorm erleichtert, vor allem kann man auch das Gerät besser in den Händen halten. Beide Phones wechseln auch automatisch zwischen der Anzeige, wenn man das Gerät dreht.

8. Multitouch

Mutlitouch ist bisweilen immernoch ein Markenzeichen von iPhone. Obwohl die Basis-Funktionalität im Android eingebaut ist, wurde sie noch nicht frei geschaltet. Hierbei führt das iPhone, welches ermöglicht die Shift-Taste zu halten und dann Buchstaben zu erkennen, wie bei einer gewöhnlichen PC-Tastatur eben. Auch wenn man mit dem iPhone zwei Tasten gleichzeitig drückt, erkennt es beide, während das Android Phone sicherlich einen Buchstaben verschlingt.


Obwohl hier das iPhone klar in kleinen Details und auch in hardware-spezifischen Fragen gewonnen hat, heißt es noch lange nicht, dass Android Phones nicht aufholen werden. Überall hört man über das Potenzial des Android OS. Viele Hersteller der Open Handset Alliance werden größere Displays auf den Markt bringen und sicherlich auch eigene Tastatur-Software schreiben. Es ist nur eine Frage von Zeit und Vielfalt, bis iPhone und Android, bezogen auf Tastaturen, gleichgestellt sind.
 

Kein Multi-Select im Android...

by Lukas Klinzing 3. August 2009 22:31

Immer mehr fängt es an zu nerven, dass Android selber und fast alle Applikationen, die ich heruntergeladen habe keine Multi-Select Funktion in Auflistungen haben. Multi-Select bedeutet, dass bei Auflistungen, wie z.B. Kontaktliste, keine mehrfache Auswahl möglich ist. Ich kann also nicht 10 Kontakte auf einmal löschen. Nervig...

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Funktionen

Android und seine Besonderheiten Teil 1 - Intents

by Lukas Klinzing 19. Juli 2009 01:20

Android, iPhone oder doch Windows Mobile? Diese Frage hört man häufig in dieser Zeit, wo gerade zu die Mobilwelt blüht. Interessiert man sich für die Besonderheiten des Android Betriebssystems, so ist dieser Artikel sicherlich hilfreich, denn er zeigt eine Besonderheit auf, die bisher wenig oder gar überhaupt nicht bei anderen Betriebssystemen aufzufinden ist. 

Dieser Artikel behandelt kurz und klar die Funktionsweise der Intents. 

Was sind Intents?

Am besten für den Laien zu erklären, sind Intents Signale, die gewisse Informationen beinhalten. Signale, welche Programme senden und diese können von anderen Programmen aufgefangen und verarbeitet werden. So erklärt, hört sich das eigentlich ganz logisch an und viele sagen, das kann mein iPhone auch. Deshalb gehe ich noch ein wenig mehr ins Detail und beschreibe das an einem hypothetischen Beispiel.

Nehmen wir an, ich öffne das Programm, welches meine Kontakte verwaltet. Dieses zeigt mir nun eine Liste aller meine Kontakte. Sobald ich auf einen Kontakt klicke, öffnet sich ein zweites Fenster mit der Möglichkeit, Kontaktdaten zu bearbeiten. In diesem Vorgang wurde bereits ein Intent versandt, empfangen und verarbeitet. Aber wo? - Zwischen der Auflistung aller Kontakte und der Bearbeitungsfunktion. Wenn ich in der Liste auf einen Kontakt klicke, wird ein Signal (Intent) generiert. Dieser beinhaltet Informationen wie Identifikator, Typ und noch weitere für uns uninteressante Informationen. Nachdem das Signal generiert wurde, wird es an das Android System verschickt. Das Android System widerrum sucht ein Programm, welches am besten geignet ist, den Inhalt des Intents zu verarbeiten. Hier erkennt Android sofort das Programm, welches zum Bearbeiten des Kontakts gedacht ist und führt es aus. 

Das Neuartige an diesem Vorgehen ist nun, dass andere Programme, völlig egal was sie machen, können sich auf die Informationen des Intents einstellen, sodass wenn dieser Intent gestartet wird, Android eben noch ein anderes Programm zur Verarbeitung dieses Intents in Betracht zieht. Sobald mehrere Programme eine solche Aktion ausführen können, fragt Android automatisch den Benutzer via Dialog, welches Programm nun diese Information verarbeiten soll. 

Man könnte also das Programm, welches meine Kontakte auflistet und bearbeitet theoretisch so modifizieren, dass zum Bearbeiten des Kontaktes, ein völlig anderes Programm eingesetzt wird. Demnach ist diese Besonderheit und Offenheit etwas sehr zukunftsorientiertes und viel versprechendes.

Ein paar Beispiele, wo Intents Ihre Stärke zeigen:

Surft man mit seinem Android Handy im Internet und stößt im Browser z.B. auf ein YouTube Video und klickt darauf, so öffnet sich nicht ein neues Browserfenster, sondern automatisch das YouTube Programm, welches bereits auf dem Android Handy installiert ist.

Hat man ein Programm vom Drittanbieter installiert und dieser möchte in seiner Applikation auf andere Applikation aus seinem Hause hinweisen, so baut er ein Intent ein, der beim Betätigen sofort in die Market-Applikation führt und den User auch direkt zu diesem Artikel leitet.

Wo ist der Hacken an der Sache?

Damit diese Funktionalität auch wirklich zum Einsatz kommen kann, muss sie auch dem entsprechend implementiert werden. Es hat leider keinen Effekt, wenn jeder Programmierer eine völlig abgekapselte Applikation schreibt, die weder auf Intents reagieren, noch öffentliche Intents herausschicken kann. Interessant ist das ganze also nur dann, wenn jeder Programmierer seine Applikation so baut, dass andere Programme darauf reagieren können und letztendlich der Benutzer selbst entscheiden kann, welches Programm diese Aktion nun ausführen bzw. verarbeiten soll. 

An dieser Stelle, für alle Entwickler, möchte ich eine Webseite empfehlen, die den Versuch wagt, Intents für jeden Programmierer offen zu legen, denn obwohl es Die Funktionsweise des Androids sein soll, ist sie immernoch sehr verschollen und undurchsichtig. 

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